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Aus der Wurzel sind neue Triebe entwachsen. Ist eine Wurzel erst einmal abgeschnitten und treibt wieder, so ist noch lange nichts von der alten Schönheit des Baumes zurück.

Meistens treiben zunächst wilde Triebe, die keine Frucht und keine Blüten bringen. Viel weniger oft treiben auch wieder gute Triebe. Diese Triebe, ob gute oder wilde, sind Sinnbild für uns Menschen.

Siehe da,
ein guter Spross,
eine einzige Blüte,
Zeichen der Hoffnung.
Gaudete – Freut euch.

Siehe da,
der Mensch,
durch Sünde von Gott getrennt,
doch fähig zu Gutem.
Gaudete – Freut euch.

Siehe da,
die zweite Hälfte des Advent,
Gott eilt dem Menschen entgegen,
die Nacht hat ein End.
Gaudete – Freut euch.

Das Bild der Wurzel im Advent fragt mich:

Versuche ich das Gute in meinem Leben zu stärken
und zu vermehren?
Versuche ich die schlechten Seiten an mir auszureisen?
Glaube ich, dass auch aus totgesagtem neues erblühen kann?

HINTERGRUND ZUM Bild DER WURZEL JESSE

Jedes Jahr im Advent hören wir die Texte des Propheten Jesaja. In seiner Botschaft kündigt Jesaja dem Volk Israel den kommenden Messias an. Immer wieder verwendet er hierzu auch Bildworte.

Eines der bekanntesten Bilder ist das einer Wurzel beziehungsweise eines Baumstumpfes.  „Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht. Der Geist des Herrn ruht auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn.“ (Jes 11,1f)

gez. Alexander Schmitt
Gemeindeteam St. Nikolaus

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