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IMPULS

Die Natur ist ein Wechsel aus werden und vergehen, von wachsen und absterben, von Ende und Neubeginn.

Die Geschichte des Menschen mit Gott wie sie uns das Alte Testament überliefert, ist ein Wechsel aus Zeiten der Gemeinschaft mit Gott und der Entfremdung von Gott, von Bundestreue und Bundesabfall, von Zeiten des frommen Gebetes und der Gottvergessenheit.

Der junge Trieb mit der Blüte der vergangenen Woche ist vergangen. War die Blüte ein letztes Aufbäumen des Lebens und verkümmert die Wurzel nun ganz? Oder bindet das Einziehen der Blüte und des neuen Triebes neue Kraft im Wurzelstock, damit dieser umso üppiger austreiben kann?

Das Bild der Wurzel im Advent fragt mich:

Wie sieht es mit meinem Glauben aus?

Blüht mein Glaube, oder ist er verwelkt? 

Zeigt sich mein Glaube in meinem Leben? – Immer? - Oft? – Von Zeit zu Zeit? Oder

versuche ich meinen Glauben tief in mir zu verstecken?

Kann ich ihn, vielleicht auch in den kommenden Festtagen, neu zum Erblühen bringen?

HINTERGRUND ZUM Bild DER WURZEL JESSE

Jedes Jahr im Advent hören wir die Texte des Propheten Jesaja. In seiner Botschaft kündigt Jesaja dem Volk Israel den kommenden Messias an. Immer wieder verwendet er hierzu auch Bildworte.

Eines der bekanntesten Bilder ist das einer Wurzel beziehungsweise eines Baumstumpfes.  „Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht. Der Geist des Herrn ruht auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn.“ (Jes 11,1f)

gez. Alexander Schmitt
Gemeindeteam St. Nikolaus

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